Über das Magazin

Lesart — welches Buch wann.

Lesart ist ein deutschsprachiges Magazin für Bücher, Literatur-Tipps und Lese- Empfehlungen im DACH-Raum. Wir schreiben für belletristische Vielleser:innen, für Buchhandlungs-Stamm-Kund:innen, für Lese-Kreis-Mitglieder, für Bibliotheks-Nutzer:innen (geschätzte 8 Mio. aktive in Deutschland), für Literatur-Studierende und -Lehrkräfte, für Verlags-Mitarbeitende, für Übersetzer:innen und Lektor:innen, für Schreibgruppen und für Bibliothekar:innen mit Erwachsenenbildung-Schwerpunkt. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: Das Buch ist präzise handwerkliche Schreib- und Editions-Disziplin mit eigener Verlags-Architektur, eigener Übersetzungs-Tradition und gewachsener Buchhandels-Linie — keine PR-Plakat-Bühne und keine BookTok-Anbiederungs-Plattform.

Acht Ressorts — Roman, Sachbuch, Krimi, Klassik, Lyrik, Übersetzung, Verlag, Buchhandel — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne Buchmesse, manchmal hängt ein ganzer Band an einem Nobelpreis-Tag. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf einer Frühjahrs-Saison-Bilanz und einem Stand des Sachbuch-Marktes als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Verlags-Konzern und Indie-Linie. Der deutsche Buch-Markt summiert sich auf etwa 9,4 Mrd. EUR Umsatz nach den Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (Branchen-Bericht 2024) — davon entfallen etwa 41 % auf den Sortimentsbuchhandel, etwa 26 % auf den Online-Handel (vor allem Amazon), etwa 17 % auf den Großhandel und etwa 6 % auf den E-Book-Anteil. Vier Konzern-Verlage prägen die Massen-Belletristik: Penguin Random House (Bertelsmann, mit Goldmann, Heyne, btb, Luchterhand, Manesse, DVA), Holtzbrinck (Rowohlt, S. Fischer, Droemer Knaur, Kiepenheuer & Witsch), Bonnier (Carlsen, Piper, Ullstein), Suhrkamp/Insel (seit 1950 eigenständig, Erbe Siegfried Unseld). Daneben steht eine wachsende Indie-Verlags-Welle mit Hanser Berlin (seit 2008), Matthes & Seitz Berlin (Andreas Rötzer seit 2004), Verbrecher Verlag (Jörg Sundermeier seit 1995), Diaphanes (Theorie/Philosophie), Edition Nautilus Hamburg, Rotpunktverlag Zürich, Sonderzahl Wien. Das Buchpreisbindungs-Gesetz (BuchPrG) seit 1. Oktober 2002 sichert die Preis-Gleichheit und ist EU-rechtlich als Kultur-Ausnahme bestätigt. Wir behandeln das Buch als das, was es ist: präzise handwerkliche Schreib- und Editions-Disziplin mit eigener Architektur und gewachsener DACH-Tradition.

Geschrieben ist Lesart für Vielleser:innen, die ihre nächste Lektüre reflektieren wollen; für Buchhandlungs-Kund:innen, die zwischen Filial- Sortiment und Indie-Spezialist:innen pendeln; für Verlags-Mitarbeitende, die ihre Brand-Linie mit der laufenden Markt-Bewegung abgleichen; für Übersetzer:innen und Lektor:innen, deren VG-Wort-Tarif und Honorar-Beteiligungs-Modell Bestandteil ihrer Arbeits-Wirklichkeit sind; und für Lese-Kreis-Mitglieder, die belastbare Hintergrund-Recherche zu den jeweiligen Lektüren suchen.

Gastbeiträge

Lesart nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Literatur-/Buch-Praxis geschrieben hat — Roman-Besprechung, Sachbuch-Bilanz, Klassiker-Lektüre, Lyrik-Anmerkung, Übersetzungs-Praxis- Reflexion, Verlags-Porträt, Buchmessen-Notiz, Buchhandels-Studie — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Seitenzahl mit Verlags-Angabe sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkreter ISBN und Erscheinungs-Jahr statt mit „kürzlich" arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Lese-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welches Buch mit welcher Übersetzungs-Linie aus welchem Verlag auf welche Lese-Erwartung traf. Wir nehmen die Disziplin ernst.